"Das Projekt möchte das Verständnis der Leute dafür wecken, wie es ist, behindert zu sein. Als Person mit Behinderung versucht man, sich genauso wohl zu fühlen wie andere Menschen. Dies wird jedoch durch das Umfeld erschwert, das Behinderung oft als ein Symbol für Hilflosigkeit und Tragik ansieht."
"Das Bild von Menschen mit Behinderung wird in den Medien oft als entweder schrecklich oder übertrieben positiv dargestellt, aber unsere Leben müssen nicht tragischer oder heldenhafter sein als andere. Ziel der Ausstellung ist es, ein völlig anderes Bild darüber zu geben, wie das Leben sein kann."
Vor einigen Jahren hatte Malin Bernt die Idee für die Fotoausstellung "Dare to be seen!". Hinter dieser Idee steckten ihre eigenen Erfahrungen mit ihrer Behinderung. Malin Bernt ist ausgebildete Grundschullehrerin und Journalistin. Jetzt arbeitet sie als "Ombudsfrau" beim Schwedischen Behindertenverband in Stockholm.
Als Malin Bernt heranwuchs, war ihre Behinderung ein Bezugssystem. Alles in ihrer Umgebung wurde mit ihrer Behinderung verglichen, und alles drehte sich um ihre Behinderung.
"Entweder hatten die Leute Mitleid mit mir, weil ich in einem Rollstuhl saß oder ich war gut, weil ich in einem Rollstuhl saß. Das einzige, mit dem ich mich identifizierte, war meine Behinderung".
Es dauerte viele Jahre und erforderte viel harte Arbeit, um sich von ihrem begrenzten Selbstbild zu befreien und zu erkennen, daß sie zuallererst eine Person ist. Der Wendepunkt kam, als sie anfing, Rollstuhl-Basketball zu spielen und erwachsene Vorbilder traf, die ebenfalls behindert waren.
"Zum ersten Mal traf ich Menschen, die zuerst MICH sahen, nicht das behinderte Mädchen. Ich konnte mich entspannen und ich selbst sein und Seiten an mir entdecken, die vorher verborgen waren."
Vorurteile, Mitleid und geringe Erwartungen aus ihrer Umgebung gaben ihr die Motivation, die Behindertenbewegung aufzusuchen und für eine bessere Aufnahme von Menschen mit Behinderung zu arbeiten. Dort hatte sie die Chance, eine Fotoausstellung zu schaffen, mit dem Ziel, ein positives Bild von Menschen mit Körperbehinderungen zu geben.
"Sie können nicht automatisch Mitleid mit jemandem haben, nur weil er eine beeinträchtigte Funktionsfähigkeit hat. Ich möchte zeigen, daß Menschen mit Körperbehinderungen Spaß haben, feiern und ihr Leben genießen können und überhaupt kein Mitleid mit sich selbst haben."
Wenn Sie Interesse daran haben, diese Ausstellung an Ihrem Arbeitsplatz oder bei Ihrer Organisation zu zeigen, kontaktieren Sie bitte Målin Bernt (auf englisch oder schwedisch): malin.bernt@hsostockholm.se
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